Kunst am Baum!

Nachhaltiges Kunstprojekt des Sommerferienprogramms im Boldecker Land

Das Ergebnis! Ein nachhaltiges Kunstprojekt

Einem toten Baum „neues Leben“ einhauchen, wie schafft man das? Mit Kunst! Zehn Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren meldeten sich an für das Kunstprojekt des Sommerferienprogramms der Samtgemeinde Boldecker Land, das in diesem Jahr unter dem Motto „Natürlich nachhaltig“ stand. Gemeinsam bemalten sie hölzerne Nistkästen, die jetzt einen Platz am Stamm einer alten Eiche neben dem Jugendzentrum in der Neuen Straße in Weyhausen fanden.

„Es sind 31 wunderbare Unikate entstanden, vielfältig und farbenfroh von den Kindern gestaltet, die wir als Teil einer Kunst-Installation benutzt haben“, beschreibt Samtgemeindebürgermeisterin Anja Meier das von ihr persönlich initiierte Projekt, „und so belebt dieser leider abgestorbene Baumveteran auch weiterhin das Dorfbild, indem er Teil unserer Installation geworden ist. Vielen Dank an alle Teilnehmer und Betreuer*innen dieser tollen Aktion!“

Nachdem der Baumpfleger der Samtgemeinde grünes Licht gab, machten sich Schulhausmeister Martin Schulz, Jugendpflegerin Jennifer Drees und Samtgemeindebürgermeisterin Anja Meier am vergangenen Mittwoch mit einer großen Leiter ans Werk, um die Werke der kleinen Künstler öffentlichkeitswirksam zu platzieren.

Schulhausmeister Martin Schulz stieg auf die Leiter und befestigte die Vogelhäuser

„Ein Mehrfamilienhaus für Vögel wird das wohl nicht“, schmunzelt die Samtgemeindebürgermeisterin. Nur die wenigsten der bunten Kästen in ihrer Vielzahl würden tierische Mieter finden, aber das sei auch nicht geplant gewesen. „Doch wir wollen unsere Aktion auch in der Herbst-Ferienbetreuung des Hortes fortsetzen, indem wir nicht nur weitere Vogelhäuser für einen Einsatz als wirkliche Nisthilfen gestalten, sondern den Kindern dabei auch Naturwissen vermitteln. Angefangen bei der Frage: Welche Vögel leben bei uns? Wer brütet in welchen Nistkästen? Haben Vögel Reviere? Und was man sonst noch über unsere heimische Vogelwelt erfahren kann.“

„Gelbe Füße“ helfen auf dem Schulweg

Achtung: ABC-Schützen nehmen als Verkehrsanfänger am Straßenverkehr teil

Die Einschulungsfeiern der 112 Erstklässler im Boldecker Land finden in diesem Jahr am Samstag, dem 4. September statt. Ab Montag, 6. September, haben die ABC-Schützen dann ihren ersten richtigen Schultag und nehmen damit als Verkehrsanfänger am Straßenverkehr teil. 

„Damit unsere Schulneulinge auch sicher zur Schule kommen, hat die Samtgemeindeverwaltung in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Schulen wie auch schon in den vergangenen Jahren wieder die Aktion ,Kleine Füße‘ gestartet“, sagt Samtgemeindebürgermeisterin Anja Meier. Das heißt: Vor dem Schulanfang werden durch die Bauhofmitarbeiter gut sichtbare Farbmarkierungen in Form von kleinen gelben Füßen auf die (Schul-)Wege gesprüht.

Überall, wo auf dem Schulweg die gelben Füße auf den Fußweg gesprüht sind, sollen Kinder anhalten und sich vergewissern, dass kein Auto kommt, bevor sie die Straße überqueren. Auch ein zusätzlicher gelber Balken vor den gelben Füßen zeigt den kleinen Verkehrsteilnehmern: „Ich bleib stehen, ich schau genau“.

Die Bauhofmitarbeiter der Samtgemeinde, Ralf Becher und Hartmut Kranz, beim Aufhängen der Schulwegbanner, hier an der Grundschule in Jembke

„Zusätzlich werden an verschiedenen Stellen im Boldecker Land auch wieder Banner mit der Aufschrift ,Achten Sie auf Kinder‘ oder ,Achtung, Schulanfang!‘ angebracht, die die Autofahrer zu besonderer Vorsicht mahnen sollen. Wenn Sie diese Banner sehen, fahren Sie bitte vorausschauend und seien Sie stets bremsbereit“, bittet die Samtgemeindebürgermeisterin.

„Das Bewältigen des Schulweges ist für alle Beteiligten eine Herausforderung“, sagt Anja Meier, „für die Kinder, die mit dem ersten Schultag so viel Neues und Aufregendes erleben, aber auch für die Eltern, die sich stets um ihre Sicherheit sorgen. Wir hoffen, mit unserer Aktion einen hilfreichen, unterstützenden Beitrag zu leisten und wünschen allen Schüler*innen stets einen guten und sicheren Schulweg.

Anja Meier: „Ich wünsche allen Schulanfänger*innen, für die am 4. September ein neuer Lebensabschnitt beginnt, einen tollen ersten Schultag und eine erfolgreiche und schöne Schulzeit. Aber natürlich auch allen anderen Schüler*innen, die nach den Ferien in eine neue Klasse kommen. Freut euch auf das Lernen, es ist so wichtig!“

Ralf Becher sprüht die „Gelben Füße“, die den ABC-Schützen den sicheren Schulweg weisen sollen. Fotos (2): Anja Hüffermann

19.177 Euro Fördermittel aus dem „DigitalPakt Schule“

 Samtgemeinde kauft 43 mobile Endgeräte,
damit mehr Schüler von zu Hause lernen können

WEYHAUSEN. Digitale Lernmittel im Wert von rund 19.000 Euro können Schülerinnen und Schüler der vier Schulen im Boldecker Land dank einer Sonder-Förderung aus dem „DigitalPakt Schule“ jetzt nutzen. Kürzlich wurden den Lehrkräften insgesamt 43 Tablet-Computer mit Tastatur und Cover
(jeweils 420 Euro wert) und vier Dokumentenkameras übergeben. Der Großteil, 28 IPads, ging an
die Christian-Albinus-Oberschule in Weyhausen, jeweils sechs Geräte zum mobilen Lernen bekamen die Grundschulen in Weyhausen und Jembke, drei gingen nach Osloß. Finanziert wurden die Tablets über das bundesweite Sofortausstattungsprogramm „für die Anschaffung schulgebundener mobiler Endgeräte für Schülerinnen und Schüler, die sich selbst kein Tablet, Notebook oder Laptop leisten können“, so sagt es Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

„Die Corona-Pandemie ist eine große Bewährungsprobe für uns alle“, erklärt Samtgemeindebürgermeisterin Anja Meier, „Schule ist plötzlich eine Kombination aus Präsenzunterricht und Lernen zu Hause. Das zeigt, wie wichtig das Erlernen des Umgangs mit digitalen Medien ist. Bildung in der
digitalen Welt bedeutet, allen Schülerinnen und Schülern die Entwicklung der Kompetenzen zu ermöglichen, die für einen fachkundigen, verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit diesen Medien erforderlich sind.“ Es sei aber Realität, dass die individuellen sozialen, familiären und wirtschaftlichen Verhältnisse ungleiche Möglichkeiten böten. „Nicht alle Familien verfügen über digitale Endgeräte, die sie den Kindern und Jugendlichen zum Lernen zu Hause zur Verfügung stellen können. Im Sinne der Chancengerechtigkeit müssen wir gegensteuern, damit der Lern- und Unterrichtserfolg der Schülerinnen und Schüler, die sich kein Endgerät leisten können, nicht gefährdet wird.“

Vertreter aller vier Schulen und der Samtgemeindeverwaltung hatten zuvor gemeinsam darüber beraten, welcher Art die anzuschaffenden Geräte sein sollten, und sich dann auf die vielfach an deutschen Schulen verwendeten IPads geeinigt.

Woher das Geld kommt: Der Bund gewährt den Ländern aus dem Sondervermögen „Digitale Infrastruktur“ für gesamtstaatlich bedeutsame Investitionen der Länder und Gemeinden in die kommunale Bildungsinfrastruktur bis 2024 Finanzhilfen in Höhe von fünf Milliarden Euro und schloss mit den Ländern 2019 den „DigitalPakt Schule“, um den Ausbau von IT-Infrastruktur und IT-Ausstattung an Schulen zu fördern. Die Länder erbringen zudem einen investiven Eigenanteil in Höhe von mindestens zehn Prozent zur Finanzierung der mit Bundesmitteln geförderten Investitionen.

Am 30. April 2020 beschlossen Bund und Länder darüber hinaus, aufgrund der Pandemie-Situation für die Anschaffung digitaler Endgeräte für benachteiligte Schülerinnen und Schüler 500 Millionen Euro in einem Soforthilfeprogramm bereitzustellen. Niedersachsen wurde von diesem Geld ein
Betrag von 47 Millionen Euro zugesprochen. Schulträger, die an dem Programm teilnahmen, konnten – wie jetzt die Samtgemeinde Boldecker Land – mit Fördermitteln digitale Endgeräte beschaffen, die ihre Schulen den Schülerinnen und Schülern mit Bedarf zur Verfügung stellen können.
Zu den erfreuten Empfängerinnen von drei nagelneuen IPads zählt Eva-Maria Schriek, Leiterin der Mühlenberggrundschule in Osloß: „Unsere Drittklässler, also die Acht- bis Zehnjährigen, sollten schon in der Lage sein, mit einem Tablet arbeiten zu können.“ Diese Ansicht teilt auch ihre Kollegin Almut Schrader, Leiterin der Grundschule Weyhausen, die sechs Geräte bekam: „Zur Unterstützung der digitalen Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern ist das ein guter Start.“ Zur Einführung der Buchstaben will sie die Geräte sogar schon in den ersten Klassen verwenden.

Auch Stephan Korten, Schulleiter der Christian-Albinus-Oberschule in Weyhausen, freut sich sehr und will „seine“ 28 Tablets zügig in Betrieb nehmen: „Wir haben schon Nachfragen von Schülern und
Eltern, wann man endlich Geräte ausleihen kann.“ Zudem verriet er: „Ab 2023 wird es Informatik auch als neues Unterrichtsfach geben. Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten.“ Korten sagt, er habe
„etliche Schülerinnen und Schüler, die sich ihre Arbeitsblätter derzeit noch ,analog‘ in der Schule abholen, da sie zu Hause keine digitalen Endgeräte haben“.
Roland Schrader, Digitalbeauftragter der Grundschule Jembke, die mit sechs IPads versorgt wurde, pflichtet ihm bei: „Wir haben es durch die Corona-Situation jetzt schon, dass wir über Video-Chatprogramme mit den Kindern in Kontakt sind, und manche haben dafür zu Hause wirklich nur ein Handy.“
Schrader ist aber auch begeistert über die Dokumenten-Kamera, von denen alle vier Schulen jeweils ein Exemplar bekamen, und die „funktioniert wie ein moderner Overheadprojektor“. Nur, dass man keine Folien mehr ziehen müsse. Der 62-Jährige ist Klassenlehrer im ersten Klassenraum an der Grundschule Jembke, die mit einer digitalen Tafel ausgestattet ist. „Mit der Dokumentenkamera kann ich jetzt beispielsweise Seiten aus dem Lehrbuch an die Tafel projizieren und dort bearbeiten.“
Die Technologie der Kamera sei ein gutes Beispiel der aktuellen „Überbrückung von analog zu digital“, sagt Samtgemeindebürgermeisterin Anja Meier. „Aber wir als Samtgemeinde, und da spreche ich für Rat und Verwaltung, werden alles tun, um unsere Kapazitäten, was das Lernen mit digitalen Hilfsmitteln an unseren Schulen betrifft, so zügig wie möglich weiter auszubauen!“

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